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Dekon-Einheit

Dekon-Einheit

Aufgabenschwerpunkt

Nicht selten kommt es im Stadtgebiet Langen zu Gefahrguteinsätzen, also Schadenereignissen in Verbindung mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Während diesen Einsätzen kann es notwendig sein, dass der Kontakt mit der Haut sowie das Einatmen der Umgebungsluft ausgeschlossen werden. In diesem Fall schützen sich die Feuerwehrangehörigen u.a. mit speziellen Schutzanzügen und Atemschutzgeräten.

Mit den Maßnahmen in dem Gefahrenbereich kann es jedoch trotz Vorsicht der Einsatzkräfte zu äußeren Verschmutzungen der Schutzanzüge durch den Gefahrstoff kommen.

CSA-Trupp in Tätigkeit

Werden (Schutz-)Kleidung, Haut oder andere Oberflächen in dieser Art verschmutzt spricht man von einer Kontamination. Ist die Tätigkeit im Gefahrenbereich abgeschlossen, muss der Schutzanzug gereinigt werden, um ein sicheres Aussteigen des Feuerwehrangehörigen aus dem Schutzanzug gewährleisten zu können.

Neben der einschätzbaren Gefahr für die Einsatzkräfte besteht ein erhöhtes Risiko für Personen, die nicht über Schutzkleidung verfügen. Kommt es beispielsweise durch einen Arbeitsunfall zu Verschmutzungen durch gefährliche Stoffe droht kurz- oder langfristig u.a. der Kontakt mit der Haut und damit verbunden eine gesundheitliche Gefährdung.

Die Dekontamination durch die Feuerwehr (kurz Dekon) ist folglich die Grobreinigung von Einsatzkräften einschließlich ihrer Schutzkleidung, von anderen Personen sowie von Geräten. Im Allgemeinen versteht man darunter die Reduzierung der Kontamination der Oberflächen von Lebewesen, Boden, Gewässern oder Gegenständen.

Dekon-Zelt

Wichtigstes Ziel der Dekon-Maßnahmen ist, die Wirkung gefährlicher Stoffe auf die Gesundheit der betroffenen Personen zu verhindern. Gleichermaßen gilt es, der Verschleppung der gefährlichen Stoffe vorzubeugen.

Neben der Abdeckung möglicher Gefährdungsszenarien im Stadtgebiet Langen bildet die Dekon-Einheit gemeinsam mit der Feuerwehr Neu Isenburg den „Gefahrgutzug West“.

 

Sondereinheit Dekon

Seit 2007 nimmt die Dekon-Einheit der Feuerwehr Langen die beschriebenen Aufgaben der Dekontamination wahr. Sie setzt sich aus Feuerwehrangehörigen mit einer zusätzlichen Ausbildung sowie der technischen Ausrüstung zusammen. Hierzu zählt umfangreiches Material für eine Dekontaminationsstrecke welche für die Grobreinigung für eine größere Anzahl von Personen und starker oder schwerlöslicher Verschmutzungen ausgelegt ist.

Dekon-Strecke im Aufbau

Auf mehreren Rollcontainern sowie dem Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) werden u.a. Schutzausrüstung, Schnelleinsatzwannen, ein Dekon-Zelt und das Dekon-Zumischsystem inklusive Bedienpult mitgeführt. Die Komponenten ergeben eine flexibel zusammenstellbare Dekontaminationsstrecke, welche in die Bereiche rot, gelb und grün unterteilt ist. Die Dekontamination erfolgt je nach Stoff und Stärke der Verschmutzungen mit Wasser, Druckluft und unterschiedlichen Zumischprodukten.

In dem roten Bereich werden die Verschmutzungen durch mehrere Duschsysteme reduziert. Nach dem letzten Durchgang in dem Dekon-Zelt steigen die Feuerwehrangehörigen in dem gelben Bereich aus den Schutzanzügen aus, um umgehend in den sauberen grünen Bereich wechseln zu können.

Dekon-Trupp Rot

Jedem Bereichen sind Funktionen der Sondereinheit zugeteilt, um die Dekontamination sowie alle notwendigen Handlungen durchzuführen oder zu überwachen. Als übergeordneter Führungsdienst steht der Einheit ein „Dekon-Führer“ vor.

Entkleiden Übung

Im Einsatzfall wird die Dekon-Einheit über eine eigene Alarmschleife alarmiert. Durch das etablierte Konzept, welches fortwährend weiterentwickelt wird, sind die Abläufe wie Aufbau, Betrieb und die damit verbundenen Funktionen standardisiert. Zusätzlich garantieren ein festgeschriebener Ausbildungsplan und regelmäßige Übungen eine einheitliche Vorgehensweise.

Wie bereits beschrieben können durch die Sondereinheit nicht nur Feuerwehrangehörige in Schutzanzügen dekontaminiert werden. Ferner ist es möglich Personen, die beispielsweise durch einen Unfall mit gefährlichen Stoffen verschmutzt wurden, zu dekontaminieren. Zu dem Leistungsspektrum gehört zudem die Dekontamination von liegenden Personen.

Neben der Dekon-Strecke mit all den zugeteilten Komponenten verfügt die Feuerwehr Langen über ein Schnell-Dekon-System. Die aus einem tragbaren, druckluftbetriebenen Zumischmodul sowie einer Schnelleinsatzwanne bestehende Ausrüstung wird auf dem GW-G mitgeführt und ist innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit.

Beide Dekon-Systeme wurden bereits mehrfach während Einsätzen eingesetzt.

Dekontamination während EinsatzDekontamination während EinsatzDekontamination während EinsatzDekontamination vor KlinikMobile Dekontamination