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Feuerwehr Langen: Umfassendes Einsatzkonzept für die Dauer der Brückensperrung

Die Brücke über die Bahnlinie, zwischen Südlicher Ringstraße und Mörfelder Landstraße, stellt eine wichtige Ost-West-Verbindung im innerstädtischen Verkehr und somit auch für die Feuerwehr dar. Sie ist in dem Zeitraum von April bis Dezember 2018 wegen Sanierungsmaßnahmen für den Straßenverkehr gesperrt.

Durch den Wegfall der für die Feuerwehr kürzesten Verbindung in die westlichen Stadtbereiche erarbeitete ein Team innerhalb der Leitung der Feuerwehr auf der Basis möglicher Gefahrenszenarien ein umfassendes Einsatzkonzept. Ziel dessen ist die Gewährleistung des Brandschutzes sowie der Technischen Hilfe in dem gewohnt hochwertigen Rahmen im gesamten Stadtgebiet, auch wenn die Brücke gesperrt ist.

Neben der Festlegung alternativer Anfahrtsrouten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge sowie weiterer interner Kompensationsmaßnahmen sind zwei wichtige Bestandteile des Konzeptes die enge interkommunale Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Egelsbach und ein Interimsstandort in der Friedrich-Ebert-Straße.

So wird die Feuerwehr Egelsbach zu verschiedenen, zeitkritischen Einsatzstichworten westlich der Bahn gleichzeitig mit den Langener Einsatzkräften alarmiert. Sie können die betroffenen Stadtbereiche über die K168 sowie die B486 mittels mehrerer Zuwege erreichen. Hierdurch ergänzen sich die Einheiten beider Feuerwehren vor Ort. Auch bei Duplizitätseinsätzen in Langen oder Egelsbach sowie während umfangreichen Lagen ergänzen sich die „Nachbarn“ gegenseitig. Der Vorteil, dass die Zusammenarbeit beider Feuerwehren bereits im Vorfeld standardisiert war, erhöht den positiven Effekt für die Dauer der Brückensperrung.

Zusätzlich zu der überörtlichen Unterstützung aus Egelsbach installierte die Feuerwehr Langen im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße einen Interimsstandort. Seit dem 20. April wird bis zur Wiedereröffnung der Brücke auf einem Teil der öffentlichen Parkplätze an der Ecke zur Lortzingstraße eine Zelthalle stehen, in der ein Löschfahrzeug untergestellt ist. Dieses wird u.a. durch ehrenamtliche Einsatzkräfte, die in dem Bereich wohnen, und Einsatzkräfte, welche von der Westseite über die Fußgängerüberführung wechseln, besetzt. Mit dem Interimsstandort sollen vor allem die Eingreifzeit in Linden sowie Oberlinden minimiert und der mögliche Ausfall einer Ausweichroute kompensiert werden.

Neben vielen weiteren organisatorischen, technischen wie auch taktischen Maßnahmen wurden zudem der Dienstplan und die Aufstellung des auf der Feuerwache angestellten Personals angepasst. Hierdurch wird eine umfassendere Einsatzbereitschaft während der üblichen Arbeitszeiten gewährleistet. Das ist wichtig, da zu diesen Zeiten nur ein geringer Anteil der ehrenamtlichen Einsatzkräfte verfügbar ist.

Das Fazit der ersten Tage nach der Brückensperrung fällt positiv aus. Viele Einsatzorte lagen auf der Westseite der Bahnlinie. Bei einigen Einsätzen unterstützte die Feuerwehr Egelsbach die Langener Brandschützer. Alle Einsatzstellen konnten zügig erreicht und abgearbeitet werden.

Trotzdem: Kontinuierlich werden Informationen gesammelt, um die Abläufe fortlaufend zu optimieren. Über die Dauer der Brückensperrung erfolgen regelmäßige Prüfungen der Maßnahmen, um im Bedarfsfall zügig reagieren zu können.

Standort West FW Langen