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Keine Nachwuchssorgen bei der Langener Jugendfeuerwehr

Zweite 24-Stunden-Übung des Jahres ein großer Erfolg

24-Stunden-Übungen stehen bei der Jugendfeuerwehr Langen seit rund 15 Jahren auf dem Dienstplan. Dabei verbringen die Jugendlichen eine nachgestellte Schicht auf der Feuerwache; und zwar mit allem was dazu gehört. So auch vom vergangenen Samstag bis Sonntag.

Nach dem morgendlichen Antreten, also dem obligatorischen Verlesen des Dienstplans und der Aufteilung der anfallenden Arbeiten, mussten die Teilnehmer die Fahrzeuge übernehmen, um die Einsatzbereitschaft von Einsatzmitteln und Gerät zu überprüfen. Die erste Einsatzübung ließ jedoch nicht lange aus sich warten: Gefahrstoffaustritt von der Ladefläche eines LKW. Sicher keine Routine für die jungen Brandschützer, aber ein regelmäßig trainiertes Szenario, welches vor Ort schnell unter Kontrolle gebracht wurde.

Im Laufe des Tages kam es zu vielen kurzweiligen Einsatzlagen, wie Kleinbränden, Tierrettungen, Erste-Hilfe-Einsätzen oder Patientenrettungen. Zudem bekämpften die Einheiten der Jugendfeuerwehr einen Gebäudebrand in der Innenstadt, bei dem mehrere Übungspuppen aus dem Objekt gezogen und nach Hilfe rufende Personen mit der Drehleiter aus Obergeschossen gerettet werden mussten. An einer anderen Einsatzstelle war ein „Fußgänger“ unter einem PKW eingeklemmt, woraufhin das Fahrzeug mit speziellen Hebekissen angehoben wurde.

Im Industriegebiet brannten Teile einer Lagerhalle und am Abend forderte ein Gebäudebrand mit vielen Vermissten die letzten Kräfte der Teilnehmer. Am späten Abend dann die wohlverdiente Bettruhe und bis zum ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen „blieb es dann auch ruhig“.

Alle Übungslagen konnten erfolgreich bewältigt werden. Verbessern wollen sich die Jugendlichen dennoch. Zwischen den „Einsätzen“ steckten sie die Köpfe zusammen und resümierten, um die nächste Lage noch effizienter bewältigen zu können. Dabei hilft jeder jedem, denn das Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehr sieht die individuelle lernzielorientierte Förderung der einzelnen Mitglieder vor. Das hat zur Folge, dass eine Ausbildung durch Lehrmodule entsprechend dem jeweiligen Kenntnisstand möglich ist. Hieraus resultiert die kontinuierliche Verbesserung der Fähigkeiten. Zudem sind besser qualifizierte Jugendliche immer auch für die „Unerfahreneren“ verantwortlich. Dieses Konzept ist seit vielen Jahren sehr erfolgreich.

Bei allem Erfolg: Der Aufwand seitens der Verantwortlich ist mächtig. Waren es in den frühen Jahren dieser besonderen Ausbildungsveranstaltung noch maximal 20 Teilnehmer, hat sich deren Anzahl mittlerweile verdoppelt. Grund hierfür ist die allgemein hohe Mitgliederzahl in der Jugendabteilung der Langener Feuerwehr. Weit über 40 begeisterte Nachwuchsbrandschützer zählt die Jugendfeuerwehr Langen aktuell. Das hat vor allem positive Gesichtspunkte stellt Stadtbrandinspektor Frank Stöcker hervor: „Die solide Arbeit innerhalb der Jugendfeuerwehr sichert eine wichtige Nachwuchsquelle unserer Feuerwehr. Die Jugendlichen, die in den Einsatzdienst wechseln, sind durch das Ausbildungskonzept gut auf den Einsatzalltag vorbereitet.“

Der Mehraufwand für die adäquate Ausbildung und den bedarfsgerechten Unterhalt ist im Resultat die Herausforderung, der sich die Leitung der Feuerwehr aber besonders die Ausbilder der Jugendfeuerwehr stellen müssen.

Dem Team von Jugendwart Christian Buchold gehören deswegen mehr als 12 Ausbilder an. Buchold: „Die personelle Erweiterung des Kaders ist in Planung. Das ist notwendig, da die Arbeit in der Jugendabteilung einen deutlichen Mehraufwand neben dem regulären Ausbildungs- und Einsatzdienst bedeutet. Viele der Jugendfeuerwehr-Ausbilder sind in der Einsatzabteilung bereits in verantwortungsvollen Positionen tätig. Gleichermaßen ist es ein wichtiger Bestandteil, dass die Ausbilder der Jugendfeuerwehr eine adäquate feuerwehrtechnische Qualifikation haben und selbst auf eine entsprechende Erfahrung in der Bewältigung von Einsätzen zurückgreifen können. Zudem muss man immer auch selbst etwas Kind geblieben sein. So ist es uns möglich den Kids eine spannende sowie abwechslungsreiche Zeit zu bieten und gleichzeitig die entsprechenden Kenntnisse zu vermitteln.“

Die hohe Motivation der Ausbilder ist indes die Grundlage der erfolgreichen Jugendarbeit.

„Ohne das außerordentliche Engagement der Ausbilderinnen und Ausbilder, wären 24-Stunden-Übungen in diesem Format, mit 40 Teilnehmern, undenkbar“ resümiert Buchold.

 

24h-Übung_JFLA
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